Filmarchiv | Joris Ivens: Filme 1912 bis 1988

Joris Ivens: Filme 1912 bis 1988

Regie: Joris Ivens Co-Regie: Mannus Franken, Henri Storck, Marceline Loridan-Ivens Herausgeber: Europäische Stiftung Joris Ivens

Der aus Nimwegen stammende Filmemacher Joris Ivens (1898–1989) drehte als »Weltenfilmer« mehr als 80 Filme. Während eines turbulenten 20. Jahrhunderts dokumentierte er den Übergang von der Agrargesellschaft zur modernen, industrialisierten Welt auf fast allen Kontinenten. Ivens’ Filme wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Goldenen Löwen in Venedig.

Die vorliegende DVD-Edition gibt einen einzigartigen Überblick über Ivens’ Werk. Als Extras liegen bislang unveröffentlichte Filminterviews und verschiedene Schnittfassungen einzelner Filme vor. Die Sammlung enthält darüber hinaus das exklusive Buch des Ivens-Experten André Stufkens mit umfassenden Informationen zum Künstler und seinem Werk.

Inhalt:
DVD 1
1912–1933

Der Wigwam / 1912
+ Der Wigwam / 1931
Bewegungsstudien in Paris / 1927
Die Brücke / 1928
Regen / 1929 mit Mannus Franken
+ Regen: Musik Lichtveld 1932
+ Regen: Musik Eisler 1941
+ Regen: Musik Lichtveld 2002
Philips-Radio / 1931
Komsomol / 1933
Neue Erde 1933
+ Neue Erde: Musik Eisler 2005

DVD 2
1934–1940

Borinage / 1934 mit Henri Storck
Spanische Erde / 1937
+ Spanische Erde: Orson Welles
Die 400 Millionen / 1939
Elektrizität auf dem Land / 1940

DVD 3
1946–1966

Indonesia Calling / 1946
Die Seine trifft Paris / 1957
Valparaíso / 1963
Rotterdam Europoort / 1966
Der Mistral / 1966

DVD 4
1968–1876

mit Marceline Loridan:
Der 17. Breitengrad / 1968
Wie Yü Gung Berge versetzt: Die Apotheke Nr. 3 in Shanghai / 1976
Wie Yü Gung Berge versetzt: Eine Geschichte über einen Fußball / 1976

DVD 5
1980–1988

mit Marceline Loridan-Ivens:
Eine Geschichte über den Wind / 1988
+ Cinemafia / Jean Rouch / 1980
+ Zeugen: Joris Ivens / 1983
+ Joris Ivens digital / 2008

Extras

mit 300-seitigem Buch zu Joris Ivens und seinen Filmen von André Stufkens

Inhaltsübersicht

DVD 1
1912–1933

Der Wigwam / 1912
+ Der Wigwam / 1931
Bewegungsstudien in Paris / 1927
Die Brücke / 1928
Regen / 1929 mit Mannus Franken
+ Regen: Musik Lichtveld 1932
+ Regen: Musik Eisler 1941
+ Regen: Musik Lichtveld 2002
Philips-Radio / 1931
Komsomol / 1933
Neue Erde 1933
+ Neue Erde: Musik Eisler 2005

DVD 2
1934–1940

Borinage / 1934 mit Henri Storck
Spanische Erde / 1937
+ Spanische Erde: Orson Welles
Die 400 Millionen / 1939
Elektrizität auf dem Land / 1940

DVD 3
1946–1966

Indonesia Calling / 1946
Die Seine trifft Paris / 1957
Valparaíso / 1963
Rotterdam Europoort / 1966
Der Mistral / 1966

DVD 4
1968–1876

mit Marceline Loridan:
Der 17. Breitengrad / 1968
Wie Yü Gung Berge versetzt: Die Apotheke Nr. 3 in Shanghai / 1976
Wie Yü Gung Berge versetzt: Eine Geschichte über einen Fußball / 1976

DVD 5
1980–1988

mit Marceline Loridan-Ivens:
Eine Geschichte über den Wind / 1988
+ Cinemafia / Jean Rouch / 1980
+ Zeugen: Joris Ivens / 1983
+ Joris Ivens digital / 2008

Credits
Co-Regie: Mannus Franken, Henri Storck, Marceline Loridan-Ivens
Herausgeber: Europäische Stiftung Joris Ivens
Mitwirkende: Jean Rouch
Musik: Hanns Eisler, Lou Lichtveld
Regie: Joris Ivens
Sprecher: Ernest Hemingway, Orson Welles

Produktionsjahr: 1912-1988
Pressestimmen

»Es war eine große Tat von Absolut Medien, eine DVD-Box mit den wichtigsten Ivens-Filmen herauszugeben; der Direktor der Ivens-Stiftung, André Stufkens, hat dazu ein sehr informatives Buch geschrieben. Die Box gehört zum Pflichtbestand jedes Dokumentarfilminteressenten.« – Hans Helmut Prinzler

»Ein Jahrhundert umwerfender Zelluloid-Gedichte, von politischen Ideologemen und Technik-Gläubigkeit widersprüchlich zerrissen, im Scirocco des menschelnden Wanderherzens stets aufbrausend und umwerfend.« – Paul Poet, SKUG

»Mit der Werkschau, die auch eine DVD-Edition zeitigt (mit Absolut Medien), hat sich das Leipziger Festival, dem der Spagat zwischen Tradition und Neuerfindung unter seinem umtriebigen Chef Claas Danielsen immer besser gelingt, nun wieder um Ivens verdient gemacht. Weltenfilmer heißt die Edition. Ein schöneres, aber nur ein anderes Wort für Arbeitsmigrant.« – Matthias Dell, Der Freitag

»… zwanzig Arbeiten, die in der längst überfälligen, grandiosen DVD-Edition ‘Joris Ivens Weltenfilmer’ versammelt sind. Mit ihr folgen wir noch einmal den Stationen jenes ‘fliegenden Holländers’, wie er von seinen Freunden genannt wurde, tauchen in seinen Zorn, seine Ideale und Illusionen ein, die denen des 20. Jahrhunderts entsprachen.« Ralf Schenk, Berliner Zeitung

»Ivens war Zeit seines Lebens ein politischer Filmemacher, der seine Kraft immer dort einbrachte, wo er gesellschaftliche Utopien im Aufbruch zu erkennen glaubte« Ralf Schenk, Berliner Zeitung

»Das 20. Jahrhundert zeigt das Bild einer erschreckenden globalen Umwälzung eines sieben- bis achttausend Jahre langen landwirtschaftlichen Zusammenlebens in eine moderne, industrialisierte
Welt. Das Filmwerk von Ivens stellt wie kein anderes diesen schockierenden Übergang dar und ist deswegen von bleibendem Wert.« André Stufkens

»Man sagt mir manchmal, daß ich zwei verschiedene Arten Filme mache: lyrische und politische. Ich protestiere gegen diese Wahnidee.«
- Joris Ivens

»Für alle Völker der Welt gibt es einen Weg in die Freiheit. Der Dokumentarfilm muß den Fortschritt auf diesem Weg festhalten und fördern.«
- Joris Ivens

»Joris Ivens hat das 20. Jahrhundert durchquert, getrieben vom Wind der Geschichte. Er hat alle Kriege, die er filmte, überlebt.«
- DIE ZEIT

»Der Fliegende Holländer ist dazu verdammt, ewig herumzuirren, aber für mich hat das Reisen immer eine Richtung. Ich weiß, wann und warum ich zurückkehre. Der ‘fliegende Teil’ meines Lebens ist sehr konkret und in keiner Weise mystisch.« Joris Ivens

»das Musterbeispiel einer sorgsamen, jahrelang vorbereiteten Edition.", "eine der wichtigsten DVD-Editionen dieses Jahres.« Michael Pekler, ray Kinomagazin

»Wenn man bedenkt, dass es bis vor Kurzem von disparaten VHS-Veröffentlichungen abgesehen, nahezu unmöglich war, Spuren von Ivens‘ Werk zu finden, ist die Kollektion nicht hoch genug zu würdigen.« Matthias Dell, Freitag

»Ivens war nicht nur Beobachter, er wollte eingreifen, engagierte sich. Kampf war ein Thema für ihn, aber er stelle ihn auf seine Art dar. Kampf, das war in KomSONIOL (1933) der Bau eines Hochofens, um die Sowjetunion besser mit Strom versorgen zu können, oder in NEUE ERDE (auch 1933) die Trockenlegung eines Teils der Zuiderzee, um Ackerland zu gewinnen. Kampf war aber auch Krieg, der Spanische Bürgerkrieg, der japanische Angriff auf China (DIE 400 MILLIONEN, 1940) oder der Vietnamkrieg (DER 17. BREITENGRAD, 1968). Ivens hat alle diese Kämpfe nicht heroisiert, er zeigte immer das Alltagsleben der Menschen, auch im Krieg. Besonders nahe dran an Kampf und Gewalt war Ivens im 17. BREITENGRAD, jetzt konnte er mit Originalton drehen, dazu angeregt auch durch Marceline Loridan, seine Arbeits- und Lebenspartnerin, die er 1977 heiratete. Doch auch hier beeindrucken vor allem die Szenen, in denen die Vietnamesen versuchen, unter der Erde ein halbwegs normales Leben zu führen.« – Wilhelm Roth, epd Film

»Die mit großer editorischer Sorgfalt erstellte DVD-Box Joris Ivens: Weltenfilmer ermöglicht nun erstmals einen faszinierenden Überblick über die Arbeiten dieses zentralen Dokumentaristen des
20. Jahrhunderts. Sie konfrontiert mit einem Werk, das auch eine Geschichte der Verwerfungen beschreibt, von enttäuschten Utopien, von Hoffnung und Kampf der Völker auf Eigenständigkeit.
… Bilder wie diese, aus der Tiefe eines dunklen Jahrhunderts, machen Ivens’ Größe aus.«
Dominik Kamalzadeh, Der Standard

»Nicht die fertige Konstruktion interessiert ihn, sondern die sozialen Beziehungen, die hinter dem Arbeitsprodukt stehen: Die Kooperation zwischen Arbeitenden und der Antagonismus in der Gesamtgesellschaft. … Ivens ist ein marxistischer Filmdokumentarist, von Walter Benjamin verehrt, der vom genauen Blick auf die Wirklichkeit geleitet ist und – den klassischen Dokumentarfilmrahmen sprengend – zur Wahrheit übergehen will. Damit folgt er Sergej Eisensteins Aussage "In einem guten Film geht es um die Wahrheit, nicht um die Wirklichkeit.« – iz3w, Gerhard Hanloser

»Der ›Filmemacher an den Fronten der
Weltrevolution‹ hinterlässt ein mindestens dreifaches Erbe: Filme voll jugendlich-avantgardistischer Faszination, kämpferisch-propagandistischem Pathos und essayistisch-altersweiser Selbstreflexion.« Festivalmagazin DOK Leipzig 2009

»… eine der wichtigsten DVD-Editionen dieses Jahres.« Michael Pekler, ray Kinomagazin

Auszeichnungen

- César 1977 für “Une histoire de ballon” (“Die Geschichte mit dem Fußball”)
- Golden Gate Award 1952 für “La Seine a rencontré Paris” (“Paris trifft die Seine”)
- Critics Special Award des São Paulo International Film Festival für “Une histoire de vent” (“Geschichte des Windes” )
- Goldener Löwe Filmfestival Venedig 1988 für sein Gesamtwerk

5 DVDs
im Schuber mit Booklet

nicht mehr lieferbar

Best. Nr.: 987
ISBN: 978-3-89848-987-4
EAN: 978-3-89848-987-4

Originaltitel:
Joris Ivens - Wereldcineast


Länge: ca 15 Std
Bild: NTSC, Farbe + s/w, 4:3
Sprache: niederländisch, englisch, französisch, chinesisch, vietnamesisch
Untertitel: deutsch, englisch
Regionalcode: codefree

Label: absolut MEDIEN/Große Dokumentaristen
Edition: ARTE EDITION
Reihe: Die großen Dokumentaristen
Rubrik: Dokument
Genre: Reise/fremde Länder


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