Film | Alles Andere zeigt die Zeit

Alles Andere zeigt die Zeit
in Leipzig und anderswo 1989 - 2015

Regie: Andreas Voigt

Der neue Film der LEIPZIG-REIHE, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis 2017

In ALLES ANDERE ZEIGT DIE ZEIT kehren wir noch einmal zurück zu einigen Protagonisten aus den früheren Filmen der „Leipzig-Reihe“. Zu Beginn der Dreharbeiten – Ende 1989, nach dem Fall der Mauer – waren Isabel, Jenny und Sven – noch Schüler. Sie waren Teenager, 14, 15 Jahre alt.
Die Folgen des gesellschaftlichen Umbruchs in den Jahren nach dem Zusammenbruch der DDR haben sie mit voller Wucht, getroffen – mitten in der Pubertät. In einem Alter in dem man so empfindsam, prägbar und verletzbar ist, wie später wohl kaum mehr.

Die Protagonisten sind heute um die 40. Ihre Lebenszeit in der Bundesrepublik ist inzwischen länger als die, die sie in der DDR verbracht haben. Drei stehen im Zentrum des neuen Films – heute, über 25 Jahre nach dem ersten:
ISABEL einst Punkmädchen, heute Insolvenzverwalterin
JENNY begibt sich auf die Suche nach der verhängnisvollen Geschichte ihrer Familie
SVEN schlägt sich als Arbeitsloser durchs Leben.

Als Bonusfilm INVISIBLEILLEGAL IN EUROPA von Andreas Voigt, 2004, 89 Min., ausgezeichnet mit dem Docu Zone Award des dokLeipzig Festivals: „Zwei Schwarzafrikaner, eine Lateinamerikanerin, ein Algerier und eine Familie aus Tschetschenien versuchen verzweifelt, ihren Traum von einem Leben in Europa wahrzumachen.“

Ebenfalls lieferbar:
Mit den fünf Filmen seiner international beachteten und vielfach preisgekrönten Leipzig-Reihe schuf der Dokumentarist Andreas Voigt zwischen 1987 und 1997 wichtige und bleibende Bildzeugnisse von der verschwindenden DDR, die gesellschaftliche und individuelle Veränderungen in den bewegten Wendejahren schildern.
Voigt gehörte zur letzten Regiegeneration der DEFA, die trotz gründlicher Ausbildung, kreativer Ideen für ästhetische Neuansätze und der Bereitschaft, sich durch ihre Filme an sozialpolitischen Diskussionen der DDR zu beteiligen, im Studio weitgehend »unerwünscht« war. Seine Filme sind geprägt durch ihre Nähe zu den Menschen, ihre Geschichten, Träume und Hoffnungen, die der Regisseur sensibel hinterfragt und für die er bildliche Metaphern findet.

LEIPZIG-FILME 1986 – 1997
Eine Filmreihe von Andreas Voigt
Mit den fünf Filmen seiner international gefeierten und preisgekrönten Leipzig-Reihe schuf der Dokumentarfilmer Andreas Voigt zwischen 1987 und 1997 Bildzeugnisse von der verschwindenden DDR, vom gesellschaftlichen und individuellen Wandel in den bewegten Wendejahren.
2 DVD, Farbe + s/w, 372 Min., Bestnr: 8014

Extras

Als Bonusfilm INVISIBLEILLEGAL IN EUROPA von Andreas Voigt, 2004, 89 Min., ausgezeichnet mit dem Docu Zone Award des dokLeipzig Festivals: „Zwei Schwarzafrikaner, eine Lateinamerikanerin, ein Algerier und eine Familie aus Tschetschenien versuchen verzweifelt, ihren Traum von einem Leben in Europa wahrzumachen.“

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Bio/Filmographie
Zuschauerstimmen
Plakat
GROSSE WEITE WELT: Andreas Voigt im Gespräch
ALFRED: Andreas Voigt im Gespräch
Fotogalerie LEIPZIG FILME
Fotogalerie INVISIBLE
INVISIBLE: „European Docuzone Award“ – Jury Begründung
Exposé „Transit“ (Arbeitstitel für INVISIBLE
Booklet Leipzig Filme 1986 – 1997 deutsch
Booklet Leipzig Filme 1986 – 1997 englisch

Inhaltsübersicht

Kapitel
ALLES ANDERE ZEIGT DIE ZEIT
1. Damals war alles noch schön…
2. Isabel, von der Hausbesetzerin zur Kapitalistin?
3. Renates Traum von der besseren Welt
4. Svens Absturz
5. Isabel, von Leipzig in die weite Welt
6. Jenny sucht ihre Mutter
7. erst links dann rechts und wieder links
8. Die Insolvenz
9. Das Ende eines Traums
10. Sven schlägt sich durch
11. Das Traumauto
12. Vater, Mutter, Kind
13. Nochmal neu anfangen…
14. Alles Andere zeigt die Zeit

Kapitel
INVISIBLEILLEGAL IN EUROPA
1. Omar auf dem Weg nach Europa
2. Der Traum vom bessere Leben
3. Zakari, desertierter Offizier aus Algerien
4. Edita, transsexuelle Prostituierte, Paris
5. Malika aus Tschetschenien wartet in Polen
6. Zakari, seit 10 Jahren illegal in Deutschland
7. Abschiebeknast Tilburg, Holland
8. Malika Hoffnung in Warschau
9. Edita in Paris
10. Prince aus Nigeria im Knast in Tilburg
11. Editas Job in Paris
12. Worauf warten Zakari und Omar
13. Edias Nächte in Paris
14. Prince muss zurück nach Nigeria
15. Malikas business in Warschau
16. Edita und Malika, die starken Frauen
17. Träumen, Warten, Hoffen
18. Hat Omar es geschafft?

Credits
Kamera: Sebastian Richter
Regie: Andreas Voigt
Schnitt: Kathrin Dietzel

Produktion: Klaus Schmutzer
Produktionsland: D
Produktionsjahr: 2015
Pressestimmen

»Der Dokumentarfilmer Andreas Voigt begleitet seit Jahrzehnten Menschen aus Leipzig. Auch sein neuster Film ist großes Kino.« DIE ZEIT

“Fazit: Fesselnd! Eine der packendsten Langzeit-Biografiedokus überhaupt. Fesselnd und atemberaubend vor allem für all jene, die den Bruch durch die Wende selbst kennen.” ioger.de, Heiko Weckbrodt

»Voigt hat sich für seinen neuen Film drei der Menschen aus den 90ern noch einmal angenommen. Geschickt wechselt er zwischen gestern und heute und tut erst gar nicht so, als ob der Dokumentarfilmer mit seiner Kamera keinen Einfluss auf das Geschehen hätte. Im Gegenteil: Das spürbare ­Vertrauen zu dem 52-Jährigen lässt die Protagonisten ganz offen von ihren Beweggründen und verpassten Chancen erzählen. Das ist hochspannend und macht nachdenklich, auch über den eigenen Werdegang.« Zitty

“Dem Film geht es weder um Investigation noch ummoralische oder politische Urteile. Er zeigt die Verwerfungen auf, die von der Zeit geschlagenen Wunden und ihre Narben.” Berliner Zeitung

“Er zeigt Schicksale auf, die eng mit der gesellschaftlichen Entwicklung verbunden sind und durch den Zusammenbruch und Wandel eines Staates geprägt wurden. Auf jeglichen Autorenkommentar verzichtend gibt Voigt seinen Protagonisten einen großen Raum, um über ihre verpassten Chancen, Konflikte, ihre Erfolge und Enttäuschungen zu sprechen. Diese Erzählungen konfrontiert er mit zum Teil bedrückenden Bildern, die er in den Umbruchjahren in Leipzig aufgenommen hat und die die Folgen des gesellschaftlichen Wandels verdeutlichen. So erlangt auch sein neuester „Leipzig“-Film eine Dimension, die weit über bloße Geschichtsschreibung hinausgeht.” Top-Video News

Auszeichnungen

Uraufführung im Internationalen Wettbewerb, DOK Leipzig

Bayerischer Filmpreis 2017
Die Jury begründete die Auszeichnung mit den Worten: „Voigt erzählt unsentimental, doch niemals kühl von drei Menschen, die er über ein Vierteljahrhundert, von 1989 bis 2015, immer wieder
getroffen hat und analysiert dabei brillant den aktuellen Zustand unserer Gesellschaft.“

DVD
lieferbar
€ 14,90


Best. Nr.: 8017
ISBN: 978-3-8488-8017-1
EAN: 978-3-8488-8017-1
FSK: Infoprogramm

Länge: 95
Bild: PAL, Farbe, s/w, 16:9
Ton: Dolby Stereo
Sprache: Deutsch
Regionalcode: codefree

Label: absolut MEDIEN/Große Dokumentaristen
Edition: Die großen Dokumentaristen
Reihe: Die großen Dokumentaristen
Rubrik: Dokument


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