Film | Behauptung des Raums – Die Galerie EIGEN+ART 1983 bis 1989

Behauptung des Raums – Die Galerie EIGEN+ART 1983 bis 1989

Regie: Claus Löser, Jakobine Motz

Die Leipziger Galerie »EIGEN+ART« stellte zwischen 1985 und 1989 einen einzigartigen Freiraum für unangepasste DDR-Kunst dar. Einem kunstinteressierten Publikum wurde hier mit List und Stehvermögen die Sensation einer staatsunabhängigen Öffentlichkeit geboten. Verschiedene, bis in die 70er Jahre zurückführende Einzelinitiativen hatten jedoch schon lange vorher die Erosion der staatlichen Kontrolle vorangetrieben. Der »1. Leipziger Herbstsalon« (1984), die Galerie der Gruppe »Clara Mosch« in Karl-Marx-Stadt (1977–1982) und vor allem die erste Privatgalerie »EP« von Jürgen Schweinebraden in Ost-Berlin (1974–1980) entfalteten in relativ kurzer Zeit ein enormes Maß an Vorbildwirkung und Nachhaltigkeit.

Der Film erzählt Geschichten dieser freien DDR-Kultur. Bislang unerschlossene Videoaufzeichnungen des Archivs der »EIGEN+ART« und eindrucksvolle filmische Dokumente dieser Szene verbinden sich mit einer aktuellen, dokumentarischen Ebene, auf der beteiligte Künstler und Persönlichkeiten zu Wort kommen.

Dissidenten mit dem Pinsel:
Behauptung des Raums − Wege unabhängiger Ausstellungskultur in der DDR
Ein Film von Claus Löser und Jakobine Motz
Mit dem Archiv „Ex Oriente Lux“ betreibt er die größte Sammelstelle der dissidenten Filmkultur der untergegangenen DDR und veröffentlichte die DVD Kompilation GEGENBILDERDDR-FILM IM UNTERGRUND. Jetzt hat Claus Löser eine Dokumentation zum Kunstgeschehen der unabhängigen Szene vorgelegt. Einzelinitiativen hatten die Erosion der staatlichen Kontrolle vorangetrieben.

Die Leipziger Galerie »EIGEN+ART« von Gerd Harry Judy Lybe stellte zwischen 1985 und 1989 einen einzigartigen Freiraum für unangepasste DDR-Kunst dar. Verschiedene, bis in die 70er Jahre zurückführende Der »1. Leipziger Herbstsalon« (1984), die Galerie der Gruppe »Clara Mosch« in Karl-Marx-Stadt (1977−1982) und vor allem die erste Privatgalerie »EP« von Jürgen Schweinebraden in Ost-Berlin (1974–1980) entfalteten in relativ kurzer Zeit ein enormes Maß an Vorbildwirkung und Nachhaltigkeit.

Der Film erzählt Geschichten dieser freien DDR-Kultur. Bislang unerschlossene Videoaufzeichnungen und eindrucksvolle filmische Dokumente dieser Szene verbinden sich mit einer aktuellen, dokumentarischen Ebene, auf der beteiligte Künstler und Persönlichkeiten zu Wort kommen.

Regie, Buch und Produktion: Claus Löser
Kamera, Buch und Schnitt: Jakobine Motz
mit Lutz Dammbeck, Else Gabriel, Jörg Herold, Johannes Jansen, Gregor-Torsten Kozik, Gerd Harry Lybke, Michael Morgner, Carsten Nicolai, Olaf Nicolai, Akos Novaky, Thomas Ranft, Jürgen Schweinebraden, Christoph Tannert sowie Frank Behrendt, Wolfgang Biedermann, Micha Brendel, Carlfriedrich Claus, Hartwig Ebersbach, Dr. Frank Eckart, Robert Fillou, Günter Firit, Rainer Görß, Hans-Hendrik Grimmling, Frieder Heinze, Günther Huniat, Thomas Krüger, Fine Kwiatkowski, Götz Lehmann, Jörg Pfuhler, Olaf Wegewitz, Klaus Werner und vielen anderen

Bonusfilm »Bei Werk«
DDR 1985 – 12 Minuten – Super8 – Regie: Jörg Herold & Gruppe »PIG«

Extras

Bonusfilm: BEI WERK, DDR 1985 – 12 Minuten – Super8 – Regie: Jörg Herold & Gruppe »PIG« (Copyright by Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin).
Mit Booklet.

Inhaltsübersicht

0. Intro (beginnt mit Titel “Behauptung des Raums”)

1. Entstehung der EIGEN+ART

2. Generationskonflikt

3. 1. Leipziger Herbstsalon

4. CLARA MOSCH in Karl-Marx-Stadt

5. Erste Privatgalerie (EP) Schweinebraden in Berlin

6. NACH BEUYS! in der EIGEN+ART
(beginnt mir Aufblende Nachrichtensendung S/W)

7. PROST NEULAND – eine letzte Ausstellung vor der Maueröffnung
(beginnt mit Bild: Dächer+Fernsehturm)

8. Abspann

Credits
Buch: Claus Löser, Jakobine Motz
Kamera: Jakobine Motz
Mitwirkende: Gerd Harry »Judy« Lybke, Jörg Herold, Christoph Tannert, Lutz Dammbeck, Jürgen Schweinebraden, Else Gabriel, Carsten Nicolai, Olaf Nicolai, Johannes Jansen, Michael Morgner, Thomas Ranft, Gregor-Torsten Kozik, Akos Novaky
Musik: 6 aus 49, Die Strafe, u. a.
Regie: Claus Löser, Jakobine Motz
Schnitt: Jakobine Motz
Ton: Christian Weigand

Produktion: Claus Löser, Jakobine Motz
Produktionsland: D
Produktionsjahr: 2009
Pressestimmen

»Aus dem klugen Umgang mit alten Filmen, Fotos und Videos erwächst eine ganz eigene Spannung des Films, unabhängig von der an sich schon spannenden Geschichte.«
– Brigitte Werneburg, taz

»Spurensuche nach einem bislang kaum beleuchteten Aspekt des Künstler-Undergrounds in der späten DDR. Sehenswert!«
– Claudia Lenssen, TIP-Magazin

»Ohne die tragischen Dimensionen seines Gegenstands zu vernachlässigen, konzentriert sich der Film auf das Spielerisch-Experimentelle der damaligen Vorgänge. Beteiligte reflektieren über ihre Hoffnungen und Enttäuschungen, dazu werden Ausschnitte aus zeitgenössischen Filmaufnahmen
montiert. Ein gedanklich präziser und dabei bestechend lakonischer Rückblick auf die DDR-Kunstszene jenseits offizieller Präsentationen. – Sehenswert!«
– Ralf Schenk, film-dienst

DVD
lieferbar
€ 14,90


Best. Nr.: 532
ISBN: 978-3-89848-532-6
EAN: 978-3-89848-532-6
FSK: Infoprogramm
Vertriebsgebiet: D, A, CH

Länge: 101
Bild: PAL, Farbe + s/w, 4:3
Ton: Stereo
Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch
Regionalcode: codefree

Label: absolut MEDIEN
Rubrik: Dokument
Genre: Kunstdokumentation


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