Film | Warum Israel (Pourquoi Israël)

Warum Israel (Pourquoi Israël)

Regie: Claude Lanzmann

Das Filmdebüt des engagierten Publizisten und Sartre-Weggefährten Claude Lanzmann (SHOAH) ist fraglos eines der bemerkenswertesten Zeitdokumente über den Staat Israel und sein Selbstverständnis, seine religiösen und politischen Fundamente und vor allem: seine Bürger. Sie sind es, die im Film zu Wort kommen – Angehörige der ersten Siedlergeneration, Neueinwanderer aus der Sowjetunion, Arbeiter, Intellektuelle, junge Israelis. Ohne belehrenden Kommentar, ohne jede propagandistische Geste, dafür mit großer persönlicher Anteilnahme und viel Humor, spürt Lanzmann den Errungenschaften und Widersprüchen einer entstehenden israelischen Nation nach. So ergibt sich ein lebendiges Panorama der einzigartigen Vielfalt dieses Landes, seiner Paradoxien, Spannungen – und seiner schwierigen »Normalität«:

»Dieser Film hat einen roten Faden, nämlich: Was ist das: Normalität? Was ist das: Ein Land, in dem jeder Jude ist? Das ist das Entscheidende vom Standpunkt eines Juden aus der Diaspora – und das waren sie ja letztlich alle. Der ganze Film spielt damit, mit der Normalität und der A-Normalität. Ich zeige in WARUM ISRAEL, dass die Normalität das eigentlich Anormale ist.« Claude Lanzmann

DIE BEFRAGTEN Gert Granach (1973: Bürger von Jerusalem, 1933: Mitglied der Kommunistischen Jugend Deutschlands KJD in Berlin); Beno Grünbaum (Kibbuz Gan Schmuel); Benjamin Shalit (Oberst, Chefpsychologe der Armee); Ygal Yadin (Professor der Archäologie, ehem. Stabschef der Armee); R. J. Zwi Werblowsky (Professor für Religionsgeschichte); Avraham Schenker (Mitglied der zionistischen Exekutive); Jacques Barkat (Dockarbeiter im Hafen von Ashdod); Zushy Posner (Schuster); Genia Gordjetski und Frau (Russische Siedler in Arad); Abraham Yoffe (Naturschützer, Reserve-General); Yuval Ran Cohen(Generalsekretär des Kibbuz Gan Schmuel – Paratrooper Commander); Paul Jacoby (Rechtsanwalt aus Königsberg); Schmuel Bogler (Polizei-Hauptkommissar); David Moshé (Gefängnisinsasse von Tel-Mond); Mikael Feldman (Leiter d. Abt. Biologie am Weizman-Institut); Noamah Flapan; Leon Roisch (Kustos des Museums von Dimona); Dolf Michaelis (Bankier); Mascha Kaleko; Eva Robinson; [Herr] Stephen (Oberbürgermeister der Stadt Andernach); Baruch Narshon (Siedler in Hebron, Bildender Künstler); Mitglieder der Bewegung “Schwarze Panther” und mehr …

DIE BEFRAGTEN Gert Granach (1973: Bürger von Jerusalem, 1933: Mitglied der Kommunistischen Jugend Deutschlands KJD in Berlin); Beno Grünbaum (Kibbuz Gan Schmuel); Benjamin Shalit (Oberst, Chefpsychologe der Armee); Ygal Yadin (Professor der Archäologie, ehem. Stabschef der Armee); R. J. Zwi Werblowsky (Professor für Religionsgeschichte); Avraham Schenker (Mitglied der zionistischen Exekutive); Jacques Barkat (Dockarbeiter im Hafen von Ashdod); Zushy Posner (Schuster); Genia Gordjetski und Frau (Russische Siedler in Arad); Abraham Yoffe (Naturschützer, Reserve-General); Yuval Ran Cohen(Generalsekretär des Kibbuz Gan Schmuel – Paratrooper Commander); Paul Jacoby (Rechtsanwalt aus Königsberg); Schmuel Bogler (Polizei-Hauptkommissar); David Moshé (Gefängnisinsasse von Tel-Mond); Mikael Feldman (Leiter d. Abt. Biologie am Weizman-Institut); Noamah Flapan; Leon Roisch (Kustos des Museums von Dimona); Dolf Michaelis (Bankier); Mascha Kaleko; Eva Robinson; [Herr] Stephen (Oberbürgermeister der Stadt Andernach); Baruch Narshon (Siedler in Hebron, Bildender Künstler); Mitglieder der Bewegung “Schwarze Panther” und mehr …

Produktion: Stephan Films – Parafrance, Vera Belmont, Compagnie d’Entreprise et de Gestion, Laboratoire Vitfer, M. Biderman

Extras

Booklet: 12 Seiten Interview mit Claude Lanzmann (Deutsch)
43 Min. Podiumsgesprach mit Claude Lanzmann (Franzosisch mit englischen UT). Organisiert vom
›Mémorial de la Shoah‹, Paris. Moderation: Jacques Fredj, Direktor. Mit: Claude Lanzmann, Éric Marty, Serge Toubiana

Credits
Buch: Claude Lanzmann
Kamera: William Lubchansky, Colin Mounier
Regie: Claude Lanzmann
Schnitt: Ziva Postec, Francoise Beloux
Ton: Bernard Aubouy

Produktionsland: F
Produktionsjahr: 1973
Pressestimmen

»Pourquoi Israil, Warum Israel, von Claude Lanzmann ist ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm. Nicht nur durch seine Dauer von 195 Minuten. Nicht nur durch die vielfältigen Zugänge zu ganz unterschiedlichen Israelis, in denen bei aller Differenz immer die Erinnerung an jahrtausendelange Diskriminierung und an die Shoah mitklingen, an Momente der Trauer und des Aufbruches hin zu einem eigenen Staat für alle Jüdinnen und Juden. Nicht nur, weil es der erste Film des Regisseurs von Shoah ist. Sondern weil hier ein französischer, radikal linker Intellektueller, der in der lUsistance gegen die Deutschen Besatzer gekämpft hat, der sich mit Jean Paul Sartre und vielen Anderen gegen den Algerienkrieg engagiert hat, Aufklärung versucht darüber, was Israel ist. Und warum es ist, sein muss. … Bei Absolut Medien ist eine schöne und gut besorgte Edition des Filmes auf einer Doppel-DVD erschienen.« Gegenwind 12/11

»Dieser Film hat einen roten Faden, nämlich: Was ist das: Normalität? Was ist das: Ein Land, in dem jeder Jude ist? Das ist das Entscheidende vom Standpunkt eines Juden aus der Diaspora – und das waren sie ja letztlich alle. Der ganze Film spielt damit, mit der Normalität und der A-Normalität. Ich zeige in WARUM ISRAEL, dass die Normalität das eigentlich Anormale ist.«
- Claude Lanzmann

»Warum Israel taugt heute zum 60. Jubiliäumsjahr noch als eindrucksvoller Kommentar zu einem Land, das sich von Anfang an im Kriegszustand befand, das es ohne massive Verteidigung schon lange nicht mehr geben würde.«
epd Film 11/2008

»liebevoll gemachte DVD-Edition«
literaturkritik.de

»Die DVD-Edition ist qualitativ hervorragend erstellt, mit einem sehr informativen Booklet, das ein 12seitiges Interview mit dem Filmemacher enthält«
Jüdische Allgemeine 17. Juli 2008

»Lanzmann schildert nicht ohne Witz einige der Differenzen, die das Leben in Israel ausmachen; Versprechungen der Jüdischen Agentur an die Immigranten auf Arbeit und Wohnraum sind schon im Vorfeld nicht zu halten; am zurückgezogenen Leben in den Kibbuzen ist ein deutliches Arm-Reich-Gefälle ablesbar usw.«
- Junge Welt

»Dann ging’s los mit dem Film aus dem Jahr 1973, der, wie der “Konkret”-Herausgeber Hermann L. Gremliza in der Diskussion danach ganz richtig anmerkte, eigentlich “Darum Israel” heißen müsste. Zeigt er doch die Gründe für die Existenz des Staates. Und das auf ausgesprochen kurzweilige Art. Das Publikum saß da, als wäre es vollkommen alltäglich, dass sich ein paar hundert Kinobesucher an einem Montagabend mal eben einen dreistündigen Dokumentarfilm anschauen.«
- SPIEGEL ONLINE anlässlich der Vorführung in Hamburg am 19.1.2010

»Einzigartige Einblicke in eine sich selbst erfindende Nation.«
- 3sat kulturzeit

2 DVDs
im Digipack mit Booklet

lieferbar
€ 24,90


Best. Nr.: 940
ISBN: 978-3-89848-940-9
EAN: 978-3-89848-940-9
FSK: Infoprogramm

Länge: 192
Bild: PAL, Farbe, 4:3
Ton: Mono
Sprache: Französisch, mehrsprachig OF+deutsch eingesprochene Fassung
Untertitel: deutsche, englisch, französisch
Regionalcode: codefree

Label: absolut MEDIEN
Rubrik: Dokument


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