Filmarchiv | Out 1 – Noli me tangere

Out 1 – Noli me tangere

Regie: Jacques Rivette Redaktion: Robert Fischer

»Ein genialisches Experiment« nannte die Berliner Zeitung dieses Meisterwerk des improvisierten Kinos, zugleich ein Dokument der Lebens- und Arbeitsbedingungen der freien Theaterszene nach ’68.

Out 1 ist das radikalste und gewagteste Filmprojekt von Jacques Rivette, dem Kultregisseur der Nouvelle Vague. Rivettes legendäres Opus Magnum entstand 1970, ohne Drehbuch, nur nach einem Plan, der lose die Begegnungen des großen Ensembles strukturierte. Alles Weitere ergab sich durch Improvisation und freies Zusammenspiel.
Zwei Filme realisierte Rivette aus dem gedrehten Material: das Original von 13 Stunden Länge (OUT 1: NOLI ME TANGERE), das die abenteuerliche, mysteriöse, geheimnisvolle, dramatische, manchmal auch komische Geschichte in 8 Episoden erzählt. Und eine viereinhalbstündige »Kurzfassung« mit dem Titel OUT 1: SPECTRE.
Vom Original gab es zunächst nur eine unfertige Arbeitskopie, die 1971 in Le Havre ein einziges Mal öffentlich gezeigt wurde und dann verschwand. Erst zwanzig Jahre später stellte Jacques Rivette (mit Hilfe des WDR) seinen Film fertig. Dieses ist weltweit die erste DVD-Veröffentlichung von OUT 1 auf Grundlage der Archivkopien. »Spiel, in jedem Sinne des Wortes, war die einzige Idee hinter OUT 1: das Spiel der Akteure, das Spiel zwischen den Charakteren, spielen wie Kinder spielen, und ein soziales Spiel, so wie Gruppen bei einer Zusammenkunft interagieren«, sagt Jacques Rivette, dessen Interesse schon immer der Arbeit mit Schauspielern galt. In OUT 1 setzt er dieser Arbeit ein bewegtes Denkmal und versammelt dafür die besten Darsteller/innen des Autorenkinos der siebziger Jahre.

Im Bonusmaterial kommt Jacques Rivette selbst zu Wort. Die DVD-Box wird ergänzt durch ein umfangreiches Booklet.
Extras

BONUS: 7 Einführungen von Jacques Rivette (38 Min.), Die Geheimnisse von Paris von Wilfried Reichart (20 Min.). Mit einem ausführlichen Booklet.

DVD 1 Jacques Rivette …
Interview 1: Zwei Jahre nach 1968 / Ein offener Film
Interview 2: Zur Entstehung / Jean Rouch / André Cayatte

DVD 2 Jacques Rivette …
Interview 3: Die Geschichte der Dreizehn / Éric Rohmer / Balzac
Interview 4: Der Titel / Noli me tangere

DVD 3 Jacques Rivette …
Interview 5: Die Länge / Die Unterschiede zu SPECTRE / Struktur und Zentrum / Corneille
Interview 6: Die Gruppe der Dreizehn / Cahiers du cinéma / Die Zeit nach 1968 / Eine Komödie

DVD 4 Jacques Rivette …
Interview 7: Verschwörungen
»Die Geheimnisse von Paris« Ein Film von Wilfried Reichart (1972/2012, 20 Min.)

Booklet-Inhalt
Vorwort aus Honoré de Balzac »Geschichte der Dreizehn«
Stab/Besetzung
»Rivette tanzt« von Wilfried Reichart
Zwanzig Jahre später. Jacques Rivette 1970/1990 (Jacques Rivette im Gespräch mit Karlheinz Oplustil, Paris, Mai 1990)
Die Handlung
»Noli me tangere« von Jacques Rivette
»The Making of OUT 1« von Karlheinz Oplustil
Erinnerungen von Jean-Pierre Léaud, Juliet Berto, Bernadette Lafont, Bulle Ogier, Michael Lonsdale
Brief Éric Rohmers an den Produzenten Stéphane Tchalgadjieff vom 28. Juni 1990
Filmographie Jacques Rivette

Inhaltsübersicht

Erste Episode VON LILI ZU THOMAS
1. Vorspann / 13. April 1970 ■ 2. Sieben gegen Theben (Lilis Truppe) ■ 3. »Ich bin taubstumm«
(Colin) ■ 4. Prometheus in Fesseln (Thomas’ Truppe) ■ 5. »Glaubt nicht, daß ich aus Hochmut
schweige« (Thomas’ Truppe) ■ 6. »Das Feuer ist heiß« (Thomas’ Truppe) ■ 7. Botschaften
des Schicksals (Colin) ■ 8. Nachbesprechung (Thomas’ Truppe) ■ 9. Der falsche Junggeselle
(Frédérique) ■ 10. Schreie, Töne, Gesang (Lilis Truppe) ■ 11. Die Mundharmonika (Colin)
■ 12. Loch im Strumpf (Lilis Truppe) ■ 13. Ein Revolver (Frédérique) ■ 14. Abspann

Zweite Episode VON THOMAS ZU FRÉDÉRIQUE
1. Vorspann / Was in der vorigen Episode geschah ■ 2. Goethe, Shelley, Beckett (Thomas’ Truppe)
■ 3. »Denken Sie an den Schlüssel« (Colin) ■ 4. »Wenn ich Prometheus wäre« (Thomas’
Truppe) ■ 5. Drei Ganoven (Frédérique) ■ 6. Honeymoon ist verliebt (Frédérique) ■ 7. Ein
Rendezvous (Béatrice und der Ethnologe) ■ 8. Die erste Botschaft (Colin) ■ 9. Eine Liste mit
Namen (Lili und Elaine) ■ 10. Die zweite Botschaft (Colin) ■ 11. Der zitternde Chor (Lilis Truppe)
■ 12. Die dritte Botschaft (Colin) ■ 13. Zwei Pornographen (Frédérique) ■ 14. Balzac und
die 13 (Colin) ■ 15. Miss Blandish (Lilis Truppe) ■ 16. Aggression (Thomas’ Truppe) ■
17. Nachbesprechung (Thomas’ Truppe) ■ 18. Countdown (Frédérique) ■ 19. Eine seltsame
Geschichte (Lili und Lucie) ■ 20. Abspann

Dritte Episode VON FRÉDÉRIQUE ZU SARAH
1. Vorspann / Was in der vorigen Episode geschah ■ 2. Der Balzac-Experte (Colin) ■ 3. Die Kehrseite
der Geschichte unserer Zeit (Colin) ■ 4. Der Nachtwandler (Frédérique) ■ 5. Vor der Tafel
(Colin) ■ 6. Noli me tangere (Thomas’ Truppe) ■ 7. Nachbesprechung (Thomas’ Truppe) ■
8. Die verschlüsselte Adresse (Colin) ■ 9. Die Göttin Promethea (Thomas’ Truppe) ■ 10. »Kennen
Sie die Dreizehn?« (Colin und Pauline) ■ 11. Marlon, der Wilde (Frédérique) ■ 12. Probe (Lilis
Truppe) ■ 13. Der Taubstumme spricht (Colin) ■ 14. Eine Art Resonanz (Thomas und Béatrice/
Sarah) ■ 15. Vier Dolche (Frédérique) ■ 16. Das Haus am Meer (Thomas und Sarah) ■
17. Abspann

Vierte Episode VON SARAH ZU COLIN
1. Vorspann / Was in der vorigen Episode geschah ■ 2. »Haben Sie eine Schwester?« (Lilis Truppe
und Colin) ■ 3. Spaziergang am Strand (Thomas und Sarah) ■ 4. Der Fußballer (Frédérique)
■ 5. Paris Jour (Colin) ■ 6. Der Neue (Lilis Truppe und Renaud) ■ 7. Schießerei im Treppenhaus
(Frédérique) / »Nach links« (Colin) ■ 8. Ein Gast (Thomas’ Truppe und Sarah) ■ 9. »Hier
arbeiten alle umsonst« (Pauline und Colin) ■ 10. Ein Sympathisant (Thomas’ Truppe und Sarah)
■ 11. Körper und Stimme (Lilis Truppe und Renaud) ■ 12. »Gehören Sie zur Dreizehn?« (Pauline
und Colin) ■ 13. »Ich will nicht verbrennen« (Thomas’ Truppe und Sarah) ■ 14. Der Diebstahl der
Briefe (Frédérique und Étienne) ■ 15. Die Schildkröte (Pauline und Thomas) ■ 16. Der Inhalt der
Briefe (Frédérique) ■ 17. »Zwei Wege öffnen sich vor dir« (Colin) ■ 18. Abspann

Fünfte Episode VON COLIN ZU PAULINE
1. Vorspann / Was in der vorigen Episode geschah ■ 2. Der erste Erpressungsversuch (Étienne
und die Stimme von Frédérique) ■ 3. Kampf mit Meeresrauschen (Thomas’ Truppe und Sarah) ■
4. Zwieback mit Marmelade (Colin und Pauline) ■ 5. Briefe an Pierre, Igor und Lucie (Frédérique)
■ 6. »Ich hatte einen Papagei« (Colin und Pauline) ■ 7. Renaud übernimmt das Ruder (Lilis Truppe)
■ 8. Der zweite Erpressungsversuch (Frédérique und Lucie) ■ 9. Die Fischer am Niger (Béatrice
und der Ethnologe) ■ 10. Der Winkel des Zufalls (Colin, Pauline und Frédérique) ■ 11. Ein
Gewinn wird gestohlen (Lilis Truppe und Renaud) ■ 12. Spiegelübung (Thomas’ Truppe und Sarah)
■ 13. Spaghetti für alle (Lilis Truppe) ■ 14. Briefe gegen Geld (Frédérique und Pauline) ■
15. Paris wird aufgeteilt (Lilis Truppe) ■ 16. Ein Annäherungsversuch (Colin, Pauline und Sarah)
■ 17. »Kennen Sie diesen Jungen?« (Marie/Quentin/Nicolas) ■ 18. Abspann

Sechste Episode VON PAULINE ZU ÉMILIE
1. Vorspann / Was in der vorigen Episode geschah ■ 2. Die Suche nach Renaud geht weiter (Nicolas/
Lili/Quentin) ■ 3. Aischylos und Balzac (Colin, Thomas und Sarah) ■ 4. Porte d’Orléans
(Nicolas/Quentin) / Patience (Colin) ■ 5. Pierres Charme (Pauline-Émilie und Sarah) ■ 6. Die
Kunst der Dialektik (Frédérique und Warok) ■ 7. »Machen Sie eine Umfrage?« (Quentin/Nicolas/
Marie/Elaine/Lili) ■ 8. Versteckte Bedeutung (Colin und Béatrice) ■ 9. »Kennen Sie diesen Jungen?
« (Marie) ■ 10. Das Spiel der Dreizehn (Colin) / Lagebesprechung (Lilis Truppe) ■ 11. Umarmungen
(Thomas, Sarah und Béatrice) ■ 12. Der Kurier (Pauline und Lili) / Porte de la Gare
(Quentin) ■ 13. »Bis hierher und nicht weiter!« (Colin und Pauline) ■ 14. Die Luft ist raus (Lilis
Truppe ohne Lili) ■ 15. Wo steht die Gruppe? (Thomas und Étienne) ■ 16. Honeymoons
Schwarm (Frédérique und Renaud) ■ 17. Prometheus als Symbol der Dreizehn? (Thomas und
Étienne) ■ 18. Am Strand (Lili) / Eine seltsame Mannschaft (Colin) ■ 19. Begegnungen (Thomas’
Truppe mit Sarah und Quentin) ■ 20. Die Jagd nach dem Schnark (Colin) ■ 21. Abspann

Siebte Episode VON ÉMILIE ZU LUCIE
1. Vorspann / Was in der vorigen Episode geschah ■ 2. Croissants erleichtern das Leben (Frédérique
und Renaud) ■ 3. Autor oder Opfer (Colin und Warok) ■ 4. Objekte im Raum (Thomas’
Truppe mit Sarah und Quentin) ■ 5. »Es gibt keinen Ausweg« (Thomas’ Truppe mit Sarah und
Quentin) ■ 6. »Lili ist verschwunden« (Lucie und Elaine) ■ 7. Nachbesprechung (Thomas’ Truppe
mit Sarah und Quentin) ■ 8. Fünf Umschläge (Émilie und Sarah) ■ 9. Aufbruch ins Baskenland
(Béatrice und der Ethnologe) ■ 10. Im Park von Montsouris (Frédérique und Renaud) ■
11. Die leere Boutique (Colin) / Ein Abschied (Thomas und Béatrice) ■ 12. War Igor in dem Haus
am Meer? (Émilie und Lili) ■ 13. Verbrannte Briefe (Lucie, Étienne und Thomas) ■ 14. Die rote
Königin und der weiße König (Frédérique und Renaud) ■ 15. Das blaue Zimmer (Émilie und Thomas)
■ 16. Prinzessin Pauline (Colin und Sarah) ■ 17. Abspann

Achte Episode VON LUCIE ZU MARIE
1. Vorspann / Was in der vorigen Episode geschah ■ 2. Glühwein für Prometheus (Émilie und
Thomas) ■ 3. Das Pendel (Colin) / Igors Schal (Émilie und Thomas) ■ 4. »Warum siehst du mich
so an?« (Émilie und Sarah) ■ 5. Renauds Geheimnis (Frédérique) ■ 6. Igors Zimmer (Émilie) ■
7. »Ich will nicht mehr spielen« (Thomas und Lili) ■ 8. Die Frage der Dreizehn war falsch gestellt
(Warok, Lucie und Colin) ■ 9. Die Unersättlichen (Frédérique) / Am Strand (Lili) ■ 10. Anruf von
Igor (Émilie) ■ 11. Schießerei auf dem Dach (Frédérique und Renaud) ■ 12. Überstürzter Aufbruch
(Thomas, Émilie und Lili) ■ 13. Le Deauville (Colin) ■ 14. Noli me tangere (Thomas) ■
15. Die Göttin Minerva (Marie) / Abspann

Credits
Darsteller: Jean-Pierre Léaud, Juliet Berto, Michael Lonsdale, Eric Rohmer, Bulle Ogier
Redaktion: Robert Fischer
Regie: Jacques Rivette

Produktionsland: F
Produktionsjahr: 1971/1990
Pressestimmen

»Der radikalste Filmemacher der nouvelle vague.« Süddeutsche Zeitung

»Ein Wunderwerk an Unvorhergesehenem, auf Momente der Entdeckung setzend, ein Recht
auch auf darstellerische Leere reklamierend, dabei sich nie wiederholend und wie der Lauf des Wassers im Fluss geschmeidig ausweichend, wenn ein Hindernis den Weg blockiert.« – Jörg Becker, ray

»Die Bezüge zu Aischylos, zu Balzac, zu Carroll, die Art und Weise, wie der Film in diesen literarisch mythologischen Kontexten das Spiel der einzelnen Personen diskutiert, könnte so etwas wie Furcht oder besser Ehrfurcht erwecken, vor allem, wenn man sich die Laufzeit (lang: ca. 78o Minuten; kurz: ca. 24o Minuten) bewusst macht. Doch hat man diese Furcht nicht immer, bevor man sich einen Rivette-Film angeschaut hat? Und ist man dann nicht jedes Mal überrascht, wie herrlich unprätentiös, ja wie herrlich unterhaltend seine Filme sind? Und dies, ohne trivial zu sein. Wie macht er das bloß?« DEADLINE

»Eine Pioniertat von Absolut Medien.« Hans Helmut Prinzler
»Wir nehmen an einem Spiel voller Intrigen, philosophischer Irrwege und rätselhafter Beziehungen teil. Es geht um Kunst und Leben. Spannend, wenn man sich auf das mysteriöse Spiel einlässt.« Hans Helmut Prinzler

»Bereits 2011 stand “Out 1” auf der Release-Liste des Labels, dann gab es rechtliche
und technische Verzögerungen. Das Warten auf die Edition hat sich definitiv gelohnt.
Technisch darf man naturlich keine Wundertaten erwarten: Aufgespielt wurden die WDR-Sendebänder aus den frühen 90er Jahren, die hin und wieder mit kleinen Defekten zu
kämpfen haben, die “Spectre” zu Grunde liegende Kopie reißt auch keine Bäume aus.
Aber das muss alles schon so sein, nur so bleibt die magische Aura des Films unangetastet,
und gerade in Zeiten von HD Fetisch ist es nur recht, dass man das Ausgangsmaterial als das sieht, was es ist. Vorbildlich sind die deutschen und englischen Untertitel
gelungen, interessantes, eigens produziertes Bonusmaterial rundet die DVDs ab. Somit ist
“Out 1” wohl eine der wichtigsten und gelungensten Veröffentlichungen des Jahres,
mit der sich Cinephile einen Traum erfüllen können.« celluloid

»OUT 1 ist genau datiert: zwei Jahre nach 68. Er scheint wie ein ethnologischer Film eine Situation festzuhalten, die durch Stagnation, Blockaden, Epigonentum, aber auch durch Suchbewegungen, hektischen Aktionismus, AUfbruch gekennzeichnet ist.« Cargo

»Die letzte Filmsequenz zeigt Thomas zusammen mit zwei seiner Schauspieler in
einer Situation am Strand, die zwischen Blödelei, Fest und archaischem Ritual oszilliert.
Er versucht, indem er trinkt, improvisiert und rituelle Handlungen vollzieht, zu etwas
Neuem vorzustoßen, und er ruft den anderen, die ihm nachlaufen, zu: «Laissez-moi».
Der Sinn dieses «noli me tangere» ist weniger «Rührt mich nicht an» oder «Haltet mich
nicht fest» als vielmehr «Klebt nicht an mir» oder »Lasst los und werdet selbständig».« Cargo

»Zur Entstehungszeit von OUT 1, damals, in der Folge des Pariser Mai 1968, hatte man noch Zeit, sich einem Zustand unbestimmten Wartens hinzugeben – ein Warten auf das Urteil der Geschichte? … als Denkmal solchen innovativ-schöpferischen Prozesses ist OUT 1 ein Wunderwerk an Unvorhergesehenem, auf Momente der Entdeckung setzend, ein Recht auch auf darstellerische Leere reklamierend, dabei sich nie wiederholend und wie der Lauf des Wassers im Fluss geschmeidig ausweichend, wenn ein Hindernis den Weg blockiert.« ray Filmmagazin

»Meilenstein des Improvisationskinos … Bis heute fühlen sich junge Regiekünstler von diesem Werk inspiriert und beeinflusst … Eine der bedeutendsten Veröffentlichungen des Jahres«
Splatting Image

»Es geschieht nicht gerade häufig, dass sich die große Filmnation Frankreich bei seinen Nachbarn aus Deutschland bedanken muss. Im Gegensatz zur “Grande Nation” hat das Kino, was Ansehen und Traditionspflege betrifft, in Deutschland immer noch einiges nachzuholen. Umso bemerkenswerter ist es, dass Jacques Rivettes Film “Out1 – Noli me tangere” heute in seiner vollständigen Fassung nur deshalb vorliegt, weil sich die Filmredaktion des Westdeutschen Rundfunks schon früh um dieses Werk bemühte. … Jetzt ist der Film – wiederum dank der Bemühungen deutscher Filmexperten – auf DVD erschienen. Die Edition enthält die Lang- und Kurzfassung sowie zahlreiche Interviews und weiteres Hintergrundmaterial – eine filmhistorische Großtat zweifelsohne. In Zeiten, in denen amerikanische Fernsehserien vor allem auch in deutschen Wohnzimmern Triumphe feiern, hat man nun also Gelegenheit, eine Art französischen Vorläufer zu sehen.« Jochen Kürten, Deutsche Welle

»Jacques Rivettes “Out1” ist Abenteuerkino der ganz besonderen Art. Intellektuell, aber auch märchenhaft: sehr französisch.« Jochen Kürten, Deutsche Welle

»Jetzt ist der Film – wiederum dank der Bemühungen deutscher Filmexperten – auf DVD erschienen. Die Edition enthält die Lang- und Kurzfassung sowie zahlreiche Interviews und weiteres Hintergrundmaterial – eine filmhistorische Großtat zweifelsohne.« Jochen Kürten, Deutsche Welle

»EINZIGARTIG, ein Denkmal in der Geschichte des modernen Kinos und ein wesentlicher Markstein für das Filmschaffen.« Éric Rohmer

»OUT 1 ist ein Werk, wie die Filmgeschichte sonst keines kennt, es ist darum ein großes Glück, dass es jetzt für die Stadt und den Erdkreis greifbar sein wird.«
TAZ, Mai 2013

»Über mehrere Stunden wartet man darauf, dass einen die Mechanik der Fiktion an der Hand nimmt und endlich verlässliche Zusammenhänge hergestellt werden. In dieser Zeit vergnügt man sich trefflich damit, Menschen dabei zuzusehen, wie sie sich das postrevolutionäre “Warten auf das Urteil der Geschichte”(Rivette) mit Spielen vertreiben.«
Filmdienst, 04.Juli.2013

»Mit großer Freiheit setzte Jacques Rivette in “Out 1” seine ganz eigene künstlerische Revolution um. Sein längster Film sollte auch zu jenem werden, in dem er sein Ende der 60er Jahre formuliertes Credo zum “Film ohne Regisseur” am konsequentesten umgesetzt hat…
Mit dem Abspann setzt ein Bedauern über das Ende ein und der Wunsch, man könnte den Weg seiner Protagonisten weiter verfolgen. Über einen zwölfeinhalbstündigen Film ließ sich wohl kaum etwas Besseres sagen« DIE WELT

»13 Stunden Schönheit.«
Die ZEIT

»Leider nur 12,5 Stunden lang.«
Die Welt

Auszeichnungen

Ausgezeichnet auf dem Festival »Cinema Ritrovato« (Bologna) mit dem Spezialpreis der Jury als Beste DVD-Edition 2013

5 DVDs
im Schuber mit Booklet

nicht mehr lieferbar

Best. Nr.: 700
ISBN: 978-3-89848-700-9
EAN: 978-3-89848-700-9
FSK: Infoprogramm

Länge: 745 Min. (NOLI ME TANGERE). 253 Min. (SPECTRE)
Bild: PAL, Farbe, 4:3
Ton: Mono
Sprache: Französisch
Untertitel: deutsche Untertitel (Noli me tangere, Spectre), englische Untertitel (Noli me tangere)
Regionalcode: codefree

Label: absolut MEDIEN
Edition: ARTE EDITION
Rubrik: Spielfilm


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