Film | BAUKUNST SCHÖNER WOHNEN

BAUKUNST SCHÖNER WOHNEN

Regie: Richard Copans, Stan Neumann

BAUKUNST SCHÖNER WOHNEN
Antoni GAUDÍ – Die Casa Mila in Barcelona
Das Wohnhaus des Jean Prouvé
Claude Häusermann-Costy – Das Haus Unal
Victor Horta – Das Haus aus Eisen „Van Eetvelde-Haus“

Die Folgen der Reihe BAUKUNST sind jeweils einem herausragenden Werk der Architektur gewidmet. Unterschiedliche Konzepte, Epochen, Trends und Architekten werden monografisch vorgestellt, im Detail und mit 3D Modellen. Einzigartige Einblicke in die Ideen und Konzepte der Architekten.

Hier trifft Originalität auf Innovation: Wohnen in Häusern des skulpturalen Bauens, der Vereinigung von Kunst und Architektur, von sanften Formen und ineinander fließenden Räumen mit kaleidoskopartiger Anordnung.

Antoni GAUDÍ – Die Casa Mila in Barcelona
Die Casa Mila in Barcelona gilt als originellstes Bauwerk Antoni Gaudís: ein monumentales Gebäude,
eine einzigartige, plastische Masse.

Das Wohnhaus des Jean Prouvé
Jean Prouvé träumte von Häusern, die so schön und rational sein sollten wie Flugzeuge. 1954 baut er sich ein eigenes Wohnhaus, der innovativste seiner Einfälle.

Claude Häusermann-Costy – Das Haus Unal
Das Haus Unal wurde von Claude Häusermann-Costy entworfen und zwischen 1972 und 2008 erbaut – als Kugelhaus, gänzlich frei von geraden Linien und rechten Winkeln.

Victor Horta – Das Haus aus Eisen „Van Eetvelde-Haus“
Victor Horta nutzte erstmals für ein Wohnhaus eine Eisenkonstruktion. Sein Haus aus Eisen verbindet durchsichtige Fassaden mit einem zentralen Lichthof. Dabei brach er mit der Nachahmung historischer Stile, setzte seine eigene moderne Auffassung von Architektur.

Antoni GAUDÍ – Die Casa Mila in Barcelona
Die Casa Milà in Barcelona wurde zwischen 1906 und 1912 von Antoni Gaudí gebaut. Gaudí erforschte und gestaltete den Raum neu und ließ seiner Vorliebe für Details und dekorative Elemente freien Lauf. Gestaunt haben Barcelonas Bürger Anfang des 20. Jahrhunderts über seine verrückten Bauten am damaligen Stadtrand. Böswillige Kritiker haben die Bauwerke des eigenwilligen Architekten als „steinerne Missgeburten“ oder „obszöne Knubbel“ verspottet. Heute hat sich diese Bewertung gerändert. Um Gaudís Kirchen, Paläste und Wohnhäuser zu bewundern, pilgern Jahr für Jahr rund zwei Millionen Besucher nach Barcelona.

Das Wohnhaus des Jean Prouvé
Jean Prouvés architektonische Arbeit basierte auf der Konstruktion, für die er eine in sich schlüssige Formenvielfalt mit klarer Handschrift entwickelte. Er war von der „Architecture industrialisé“ überzeugt. 1954 errichtete er mit begrenzten finanziellen Mittel das Haus für seine Familie, weitgehend aus Einzelbauteilen: Einfach und flexibel konstruiert, mit industriell gefertigten Elementen. Wichtig war ihm ein zentraler großer Raum als Salon. Die Kinderzimmer sind mit drei mal zwei Metern winzig, das Elternschlafzimmer ist nicht wesentlich größer. Nur mit den 2,30 Meter hohen Einbauschränken und Regalwänden mit einer Gesamtlänge von 27 Metern war es möglich, in solch kleinen Zimmern zu wohnen.

Claude Häusermann-Costy – Das Haus Unal
Das Haus Unal wurde von Claude Häusermann-Costy entworfen und zwischen 1972 und 2008 von Joël Unal erbaut. Weit entfernt vom hektischen modernen Leben verwirklichte sich das Ehepaar Unal seinen Traum von einem Kugelhaus in der Natur, gänzlich frei von geraden Linien. Für das aus mehreren Kugeln bestehende Ensemble wurde ein und dieselbe Bauweise verwendet, bei der Beton ohne Schalung von Hand auf ein Metallstützwerk aufgetragen wird. Die Kugel ist die stabilste und energetisch günstigste Form. Abgesehen von ihrer besonderen Ästhetik, erweist sich die Kugel auch als eine äußerst effiziente wirtschaftliche Konstruktion. Seine sanften Formen und die fließenden Räume lassen es wie eine Hommage an die organische Architektur Antoni Gaudís wirken.

Victor Horta – Das Haus aus Eisen „Van Eetvelde-Haus“
Ende des 19. Jahrhunderts war Brüssel die Hauptstadt der modernen Architektur. Die Art Nouveau- oder Jugendstil-Bewegung, die mit der Nachahmung historischer Stile brach, schaffte die Grundlagen für eine neue Auffassung von der Architektur und der Rolle des Architekten. Victor Horta galt als ihr Meister. Beim Wohnhaus, das er zwischen 1895 und 1897 für Edmond Van Eetvelde baute, wagte er es als Erster, für ein privates Wohnhaus eine Eisenkonstruktion zu verwenden, die bis dahin Bahnhöfen, Gewächshäusern oder Industriebauten vorbehalten war. Die durchsichtigen Fassaden luden ein in den Lichthof, der das Zentrum des Hauses bildet und um den herum kaleidoskopartig die Festräume angeordnet sind. Horta gelingt es, unter einem Dach Luxus und Fantasie, Zweckrationalität und Komfort zu vereinigen.

Inhaltsübersicht

Antoni GAUDÍ – Die Casa Mila in Barcelona
Das Wohnhaus des Jean Prouvé
Claude Häusermann-Costy – Das Haus Unal
Victor Horta – Das Haus aus Eisen „Van Eetvelde-Haus“

Credits
Regie: Richard Copans, Stan Neumann

Produktionsland: F
Produktionsjahr: 1998 - 2014
Pressestimmen

≫3D-Animationen, Interviews und filmisches Archivmaterial beleuchten die Hintergrunde sowie
technische Details der Bauten.≪ Bauwelt

»Ruhige, nie Effekt haschende Bilder gehen eine sinnvolle Allianz ein mit unaufdringlich platzierten 3D-Animationen. Der maßvolle Wortanteil lässt Luft für assoziative Freiräume. Eine sehr schöne Art durch aufregende Architektur geführt zu werden.« detail.de

»Architektur, so macht uns diese Reihe aufmerksam, folgt keiner linearen Evolution. Es gibt zwar verstreute rote Fäden, neue Techniken, wegweisende Ideen – doch am Ende steht eben alles nebeneinander, in Resonanz, das eine erst durch das andere ein bisschen besser zu verstehen.« MDR Figaro

DVD
noch nicht lieferbar
€ 9,90


Best. Nr.: 1058
ISBN: 978-3-8488-1058-1
EAN: 978-3-8488-1058-1
FSK: Infoprogramm

Länge: 104
Bild: PAL, Farbe, 16:9
Ton: Dolby Stereo
Sprache: Deutsch
Regionalcode: codefree

Label: ARTE Edition
Edition: ARTE EDITION
Reihe: Baukunst
Rubrik: Dokument
Genre: Architektur


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