Es gibt nur wenig Zeugnisse über den Novemberprogrom, denn die Nazis hatten ein striktes Film- und Photographierverbot erlassen. Leiser, der selbst 1938 noch in Berlin lebte, spürt zahlreiche Zeitzeugen auf und zeigt mit bisher unbekanntem Material die Judenverfolgung bis zu ihrem ersten Höhepunkt im Herbst 1938. Es gelang ihm nicht, einen Vertreter der damaligen Ordnungsmacht zur Aussage vor der Kamera zu bewegen. "Im Mittelalter bedeutete Feuerprobe, daß man seine Hand ins Feuer legen mußte, um seine Unschuld zu beweisen. Meiner Ansicht nach hat die Mehrheit der nicht-jüdischen Deutschen im November 1938 die Feuerprobe nicht bestanden." (Erwin Leiser)