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20 Filme von Harun Farocki
»Eine filmische Äthetik des Widerstands« - Peter Weiss Preis für Harun Farocki 2002
Farocki-Box
ISBN: 978-3-89848-969-0
Best. Nr.: 969
Preis: € 69,90
EAN: 978-3-89848-969-0
 
Farockis Filme lassen sehen und geben zu denken. Sie sind Analyse, Dokumentation, Essay. Sie zeigen, dass all die Produkte, die uns umgeben, nicht aus dem Himmel auf die Erde fallen, sondern produziert werden: Produziert werden Waren, produziert wird Schönheit, produziert werden Einkaufs-Malls, produziert wird Überwachung, produziert wird der Krieg, produziert wird Öffentlichkeit, produziert wird aber auch der Film selbst. Und Farockis Kunst ist eine Kunst, die es sich nicht ausreden lässt, dass in dieser Organisation von Produktionen das haust, was man »Gesellschaft« nennt: ein kollektiver Apparat von Interessen, Wünschen und Bildern …

Harun Farocki wurde 1944 in Nový Jičín (Neutitschein) geboren, gelegen in dem damals von den Deutschen annektierten Teil der Tschechoslowakei. 1966-1968 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (West). 1966 Heirat mit Ursula Lefkes. 1968 Geburt der Töchter Annabel Lee und Larissa Lu. 1974-1984 Autor und Redakteur der Zeitschrift "Filmkritik", München. 1998/1999 "Speaking about Godard / Von Godard sprechen", New York / Berlin (zusammen mit Kaja Silverman). 1993-1999 "visiting professor" an der University of California, Berkeley. 2001 Heirat mit Antje Ehmann. Seit 1966 über 100 Produktionen für Fernsehen oder Kino: Kinderfernsehen, Dokumentarfilme, Essayfilme, Storyfilme. Seit 1996 zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen in Museen und Galerien. 2007 Mit "Deep Play" Teilnahme an der documenta 12. Seit 2004 Gastprofessor, seit 2006 ordentlicher Professor an der Akademie der bildenden Künste, Wien.

Die Filme:

Die Worte des Vorsitzenden (1967)
NICHT löschbares Feuer (1969)
Zwischen zwei Kriegen (1978)
Ein Bild (1983)
Jean-Marie Straub und Danièle Huillet bei der Arbeit an einem Film nach Franz Kafkas Romanfragment »Amerika« (1983)
Schlagworte – Schlagbilder (1986)
Wie man sieht (1986)
Georg K. Glaser – Schriftsteller und Schmied (1988)
Bilder der Welt und Inschrift des Krieges (1988)
Leben – BRD (1990)
Arbeiter verlassen die Fabrik (1995)
Der Auftritt (1996)
Der Ausdruck der Hände (1997)
Stilleben (1997)
Worte und Spiele (1998)
Gefängnisbilder (2000)
Die Schöpfer der Einkaufswelten (2001)
Erkennen und Verfolgen (2003)
Nicht ohne Risiko (2004)
Aufstellung (2005)


Mehr zum Thema: Alexander Kluge: Früchte des Vertrauens

Nominierung für den Willy Haas-Preis 2009
 
Dieser Film ist Teil der Edition: Die großen Dokumentaristen

Weitere Filme zum Thema: Politik und Alltag



Regie: Harun Farocki

5 DVD 9, PAL, Farbe + s/w, 924 Min., Deutsch/teilw. Englisch mit dt. Untertiteln, Dolby Digital 1.0, 64-seitiges Booklet von Reiner Niehoff

Harun Farocki Filmproduktion
Farocki auf der documenta
Thomas Elsaesser über Farocki
 



»Eine Sensation.«
- Stuttgarter Zeitung

»Film des Monats«
- konkret August 2009

»Eine DVD-Box …, die man nicht genug rühmen kann.«
- Thomas Rothschild, titel-magazin.de

»Nach diesen Filmen ist man jedenfalls klüger als zuvor. Was lässt sich besseres über einen Filmemacher sagen?«
- Michael Althen, FAZ

»Harun Farocki ist der Philosoph unter den Dokumentaristen.«
- Süddeutsche Zeitung

»Farockis Filme sind an der Oberfläche radikal reduzierte Cine-Tracts und Film-Feuilletons im Erbe von Chris Marker, Alain Resnais, dem Bunuel von »Las Hurdas« und dem frühen Peter Greenaway, eine künstlerische AgitProp-Überspitzung der Wirklichkeit in dokumentarischen Bildern bis hin ins Surreale, kein Dokumentarismus selbst. ... Die dezente Exzellenz mit der Farocki dabei seine filmischen Manifeste drechselt, ganz wortgemäß das Handgreiflich- und Offensichtlich-Machen des in öffentlichen Bildern Verschwiegenen, die sucht ihresgleichen. Dieser exzellenten ersten DVD-Box zu »großen Dokumentaristen« folgen demnächst beim Absolut Medien-Label Joris Ivens und Klaus Wildenhahn. Go for it!«
- Paul Poet, SKUG

»Wenn das Kino eine große Illusionsmaschine ist, dann ist Harun Farocki der Sand im Getriebe.«
NOZ, Daniel Benedict

»Farocki lichtet ohne Kommentar oder Erläuterung das alltägliche Infame ab, nicht denunziatorisch, aber auch ohne Gnade oder Rücksichtnahme. Oft ist zu lesen, Farockis Kennzeichen als Regisseur sei seine nüchterne, distanzierte Haltung. Mag sein, aber sie entsteht aus einem leidenschaftlichen Interesse an der Wirklichkeit.«
- konkret 8/2009

»Der Farocki-Touch, das sind unkommentierte, unorchestrierte Stücke aus Bereichen, zu denen der Betrachter sonst zumeist keinen Zugang hat, bei denen es reicht, wenn die Kamera sich nur als stiller Beobachter versteht. Das manchmal Unglaubliche, dem man beiwohnt, ersetzt alles andere.«
- WAZ, Arnold Hohmann

»In komprimierter Form bietet dieses DVD-Edition die Gelegenheit, eine undogmatische, linke intellektuelle Biografie nach »1968« nachzuvollziehen, die durchaus verallgemeinerbar ist: vom Materialismus zum Strukturalismus, von der Hinarbeitung auf die Revolution zu deren Abwicklung, von der Kontrollgesellschaft (Foucault) zu der Disziplinargesellschaft (Deleuze).«
- Ulrich Kriest, filmdienst

»Ein Denker in Bildern ... Die vor kurzem erschienene DVD-Edition gibt nun den Blick frei auf ein außerordentlich reiches und konsistentes Werk.«
- epd Film

»Viele seiner Filme ähneln Instruktionsvideos für eine seltsame Firma. Farocki schauen ist wie eine Strafarbeit, die einen plötzlich gefangen nimmt.«
- Pascal Blum, Tages-Anzeiger

»Bewundernswert ist der durchgehend kritische Zugang zu Bild und Wirklichkeit, das genaue Nachzeichnen ihrer Produziertheit und das Festhalten an ihrer potentiellen Veränderbarkeit.«
- WOZ-Wochenzeitung, Gerhard Hanloser

»Die Box aus dem Hause absolut Medien vereint 20 Filme aus knapp 40 Jahren mit einer Gesamtlaufzeit von über 15 Stunden auf fünf DVDs. Ein ausführliches Booklet mit kommentierenden Filmtexten und einer Biografie Farockis liegt ebenfalls bei. Bild- und Tonqualität sind dem Alter der Filme entsprechend recht gelungen. Dokumentarfilmfans dürfen sich diese Box nicht entgehen lassen.«
- celluloid

»Ein wunderbarer Kontrapunkt zu der Universalgeschichte der Rationalisierung und optischen Automatisierung, als die man Farockis Werk auch begreifen kann, ist das Porträt GEORG K. GLASER, SCHRIFTSTELLER UND SCHMIED (1988) Das Schöne an dem Film ist, dass er sich auf die Gegenwart von Glaser konzentriert, ihm beim Formen von Schalen und Tellern zuschaut, ohne dieses Tun einer grd8eren Sozial- und Industriegeschichte einzuverleiben. Ebenso wie die bewegte Lebensgeschichte von Glaser schwingt diese mit in jedem Schlag und Wort Glasers, wird erahnbar, ohne dass die Werkstatt verlassen werden muss. / Schöne Einheit von Form und Inhalt: anhand des genauen Blicks auf das Partikulare, das Detail, das Unreproduzierbare den Lauf der Welt zu verstehen. Harun Farocki ist ein Denker in Bildern, bei dem man genau das immer wieder lernen kann.«
- Volker Hummel, epd

»Farocki dreht keine Spielfilme - seine einzigen Ausflüge dorthin sind Drehbücher für Christian Petzold -, sondern schwebt unkategorisierbar zwischen Agitation, Beobachtung, Dokumentation, Essay und, jawohl, Beiträgen zur »Sesamstraße«; auch die wunderbare Documenta-Installation "Deep Play", bei der das Fußball-WM-Finale 2006 optisch vielfach zerpflückt wurde, stammte von ihm.«
- Hans Georg Rodek, DIE WELT

»Harun Farocki kämpft mit den Mitteln des Films.«
- Tagesspiegel

»Harun Farocki geht in seinen Filmen beinahe enzyklopädisch vor: Er schlägt nach – allerdings nicht in Büchern sondern in bereits vorhandenen Bildern, in den Werken anderer Filmemacher.«
- Bundeszentrale für politische Bildung

»Die Unmenschlichkeit des Kapitalismus – und das ist wörtlich zu verstehen, auch im Sinn der Verdinglichung menschlicher Existenz – ist bei Farocki keine Floskel, sondern belegte Tatsache.«
- titel-magazin.de

»Für die vorliegende DVD-Box hat Farocki nun zwanzig Filme aus der Zeit zwischen 1967 und 2005 ausgewählt. Das mag sich imposant anhören, in Wahrheit ist die Box nur eine kleine, aber wirksame Einstiegsdroge ins Werk eines – nicht nur unter Dokumentarfilmern – einzigartigen Regisseurs.«
-(Johannes Binotto, filmbulletin

 
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